Die Welt entdecken! Verreisen! – Gibt es Schöneres?Spaß muss sein – mit Sicherheit! Überall dort, wo Menschen miteinander in Beziehung treten, können Grenzverletzungen bzw. Formen sexualisierter Gewalt durch Erwachsene wie auch Kinder und Jugendliche vorkommen, so leider auch auf Freizeiten! Dieses Risikos sind wir uns bewusst und versuchen bestmöglich dem zu begegnen durch:
Präventionskonzepte bzw. Gewaltschutzkonzepte, die auf Prävention, Intervention und Nachbereitung abzielen, sind die Grundlage unserer Arbeit.
Sexualisierte Gewalt ist meist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Handlungen. Schutzkonzepte setzen daher klare Strukturen, Regeln und Abläufe, um potenziellen Täterinnen und Tätern keinen Raum für Missbrauch zu geben. Sie schaffen Transparenz, fördern eine Kultur der Achtsamkeit und ermöglichen es, Grenzverletzungen frühzeitig zu erkennen und angemessen zu handeln.
Mithilfe einer passgenauen Potenzial- und Risikoanalyse für die jeweilige Freizeitmaßnahme mit ihren spezifischen Teilnehmenden, den Ort, die Umgebung und das Programm werden mögliche potenzielle Gefahren ermittelt und diesen durch gezielte Strategien begegnet.
Wir legen einen besonderen Fokus auf die Ausbildung unserer Freizeitteamer*innen. Es kommen nur geschulte und qualifizierte Mitarbeitende auf unseren Freizeiten zum Einsatz.
Unsere Teamer*innen durchlaufen u.a. Präventionsschulungen nach einem landeskirchenweiten einheitlichen und verpflichtenden Schulungskonzept und erfüllen somit die Ansprüche des Kirchengesetzes vor sexualisierter Gewalt (KGSsG) und des Bundeskinderschutzgesetzes. Hierzu gehört auch die regelmäßige Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses und die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung bzw. eines Verhaltenskodexes.
Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz. Dieser Schutz darf aber nicht ihr Bedürfnis nach – z.B. sexuellen – Erfahrungsräumen überlagern: Die Prävention von sexualisierter Gewalt bedeutet nicht die Prävention von Sexualität, denn sie ist etwas grundsätzlich Positives. Wir erkennen die sexuellen Rechte von Kindern und Jugendlichen an, ermöglichen ihnen Selbstbestimmung und versuchen Diskriminierungen zu verhindern.
In der Sexuellen Bildung geht es darum, die positive Kraft der Sexualität zu nutzen, um Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenskompetenz zu stärken und sie zu befähigen, ihre Gefühle und ihre Grenzen wahrzunehmen sowie sie für die Grenzen anderer zu sensibilisieren. In diesem Sinne ist sexuelle Bildung ein Baustein von Prävention sexualisierter Gewalt und fester Bestandteil eines Schutzkonzeptes.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden die Freizeiten ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die Planungen der nächsten Maßnahme ein, so ist eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung gewährleistet.
Durch ein verlässliches Krisenmanagement sind wir auch auf Notfälle vorbereitet. Krisen- und Interventionspläne erleichtern im Falle eines Vorfalls auf das Verhalten der Betroffenen angemessen zu reagieren und die notwendigen Schritte professionell einzuleiten.
Transparente Kommunikation schützt, stärkt und unterstützt Betroffene, schafft Vertrauen und ist eine wesentliche Voraussetzung für Prävention und wirksame Intervention bei sexualisierter Gewalt. Sie enttabuisiert das Thema sexualisierte Gewalt und fördert eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema. Transparenz ist ein Qualitätsmerkmal und signalisiert nach außen, dass Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt ernst genommen werden und trägt dazu bei, Täter*innenstrategien des Verschweigens zu durchbrechen. Sie ermöglicht es Betroffenen, sich Freizeitteamer*innen oder anderen vertrauenswürdigen Personen eher anzuvertrauen, weil sie wissen, dass ihre Anliegen ernst genommen und vertraulich behandelt werden.

Amt für Jugendarbeit der EKvW
Iserlohnerstr. 25
58239 Schwerte
Telefon: 02304 / 755-281
E-Mail: thorsten.schlueter@afj-ekvw.de
http://www.juenger-reisen.de

